Silz beschließt Meilenstein

ein Uhrturm vor einem Backsteingebäude

Silz beschließt Meilenstein im Gemeinderat

Ortskernentwicklung wird in Schritten umgesetzt

 

Hocherfreut über einen einstimmigen Beschluss im Gemeinderat zeigt sich Bürgermeister Helmut Dablander. Vor gut einem Jahr hat sich die Gemeinde Silz gemeinsam mit der Pfarre zu einer Quartiersentwicklung unter dem Motto „Silz sucht Mitte“ entschlossen. Unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und mit externer Begleitung wurde der öffentliche Raum im Ortskern beleuchtet und über neue Nutzungen, Räume für Öffentlichkeit, Kinderbetreuung und Vereine diskutiert und rund um eine mögliche Verkehrsberuhigung debattiert. Das umfangreiche Programm ist abgeschlossen.

 

„Schritt für Schritt folgt jetzt die Umsetzung, darauf hat sich der Gemeinderat geeinigt. Das Gesamtpaket ist mehrere Millionen schwer. Wir haben Wert darauf gelegt, die vorhandene Substanz bestmöglich zu nutzen und trotzdem einen neuen Ortskern zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Dablander. Was passiert im Detail? „Uns war wichtig, dass wir einen klaren Fahrplan haben. Viele Dinge gehen Hand in Hand. So ist der Plan, zuerst für die Musikkapelle ein neues Probelokal zu schaffen. In den freiwerdenden Altbestand soll das Archiv übersiedeln, dass sich derzeit in den Räumen des Klösterle befindet. Auch die Musikschule hat dort ihren Standort und übersiedelt ebenfalls“, führt das Gemeindeoberhaupt aus. Mit dem frei werdenden Platz im Klösterle kann endlich der Raumbedarf für das Silzer EKIZ befriedigt werden. „Außerdem schaffen wir zumindest eine weitere Gruppe für die Kinderkrippe. Das Klösterle wird so komplett zum Ort für unsere Kleinkinder“, sagt Dablander. Im alten Kindergarten, der seit der Übersiedelung auf eine Nachnutzung wartet, erhalten Volksschule und Hort ausreichend Platz. Ein Mehrzwecksaal, der vorrangig als Turnsaal genutzt werden kann, ist ebenfalls Teil des Beschlusses. Im Obergeschoss erhalten die Silzer Chöre ein neues Heim, außerdem weitere Vereine. „Dann soll die Sanierung des so genannten Jugendheims folgen. Hier möchten wir auch ein Tagescafe integrieren und eine neue Verbindung mit unserem Altenwohnheim schaffen. Das Jugendheim wird gemeinsam mit der Pfarre entwickelt, die ja derzeit Eigentümer ist“, so der Bürgermeister. Auch das Widum ist Teil des Entwicklungskonzeptes. Ebenfalls gemeinsam mit der Silzer Pfarre und der Diözese Innsbruck ist geplant, dort Wohnungen im Sinne des betreubaren Wohnens gemeinsam mit einem Bauträger zu errichten. Natürlich bleiben die pfarrlichen Bereiche auch bestehen. „Wir haben aber ebenso an den Außenraum gedacht. Es kommt es zwischen Jugendheim und Altenwohnheim zu einer totalen Verkehrsberuhigung. Hier soll es grün werden, die Menschen können sich begegnen. Verkehrsberuhigt wird aber auch der Josef Tiefenthaler Platz. Dieser Ort wird mit einer ordentlichen Veranstaltungsinfrastruktur ausgestattet“, erklärt Bürgermeister Dablander. Geplant ist, bereits 2024 mit dem Probelokal der Musikkapelle zu beginnen und Schritt für Schritt in den nächsten fünf Jahren die Umsetzung voranzutreiben. „Ich danke den Gemeinderäten und der Pfarre für diesen weitreichenden Beschluss und die gute Zusammenarbeit. Auch der Dorferneuerung des Landes Tirol, die uns diese Quartiersentwicklung empfohlen hat gilt mein Dank. So ein umfangreiches und strukturiertes Vorgehen mit so vielen kleinen und großen Bausteinen haben wir in Silz noch nicht erlebt. Ich freue mich jetzt auf die Umsetzung. Für das Probelokal werden bereits die Architekten zur Planung im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs angeschrieben“, freut sich ein sichtlich stolzer Bürgermeister.  

05.02.2024